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Geschichte Zabakuck

Zabakuck und Güssow bilden eine Gemeinde, die im nördlichen Teil des Jerichower Landes, etwa 12 km von Genthin entfernt, befindet. Während der Ort Zabakuck als „Sabekuk“ erstmals im „Ploter Deichrecht“, einem Anhang zum Lehnbuch des Erzbischofs Günther II., der von 1403-1445 dem Magdeburger Erzstift vorstand, erwähnt wurde, erfuhr Güssow im Lehnbuch Albrechts III. und Peters um 1370 unter „Guso“ eine erste Erwähnung. Zabakuck bildet eine typische wendische Dorfanlage mit Anger, auf dem sich die Ruine der Dorfkirche befindet. Gebaut wurde eine Kirche an dieser Stelle bereits um 1533, Bereits 1793 zerstörte ein verheerender Brand sowohl die Kirche, als auch große Teile des Dorfes. 1801 wurde mit dem Neubau der Kirche begonnen. jedoch erst am 31.10.1817 wurde diese eingeweiht.  Das im Zweiten Weltkrieg beschädigte Kirchendach mußte 1983 wegen Einsturzgefahr abgenommen werden, der Turm jedoch wurde in den letzten Jahren rekonstruiert. Er ist über eine neugestaltete Empore im Kirchenschiff erreichbar und besitzt einen Raum, der von der Kirchengemeinde genutzt werden kann.  Das Kirchenschiff soll als Ruine erhalten bleiben.

Friedenskirche
Unweit der Kirche auf dem Anger steht eine riesige, über 100 Jahre alte Eiche, die zum Gedenken an den deutsch-französischen Krieg 1870/71 gepflanzt wurde. Hier findet man auch einen Gedenkstein, der ursprünglich 1919 für die Opfer des 1. Weltkriegs errichtet wurde.  Nach dessen Beschädigung 1945 durch Granateinschläge wurde 1956 an gleicher Stelle ein neuer Gedenkstein für die Gefallenen beider Weltkriege aufgestellt.

Etwa 400 Meter vom Ortszentrum entfernt ist das ehemalige Herrenhaus bzw.  Schloß zu finden. Es wurde unter der Herrschaft derer von Byem von 1842 - 1845 auf dem Gut erbaut.  Nach der Enteignung 1945 diente das Schloß als Wohnung für Einwohner Zabakucks, von 1948 bis 1956 zogen hier die Schule, eine Gaststätte sowie der Kindergarten ein. In der Parkanlage des Schlosses begann 1973 der Aufbau des ersten Tiergeheges. Hier zogen die Bergziegen ein. Ab 1974 wurde das Gehege offiziell als Tierpark benannt und  bis heute umgebaut und erweitert. Aus dem anfänglich kleinen Tiergehege ist inzwischen ein Besuchermagnet geworden, wo Kinder und Erwachsene neben einigen exotischen Arten, Tiere erleben können die in unseren Wäldern noch heimisch sind.  Das älteste hier lebende Tier ist Guanakomännchen "Otto".  Höhepunkt jeden Jahres ist das Tierparkfest mit einem bunten Unterhaltungsprogramm das sei 1976 zu einer guten Tradition geworden ist und immer am letzten Juniwochenende stattfindet.

 

Schlossansicht heute
Seit 1998 sind die Elbe-Havel-Werkstätten gGmbH neuer Eigentümer von Schloß, Parkanlage und Tierpark. Das Schloß wurde rekonstruiert sowie modernisiert und erstrahlt heute in neuer, alter Schönheit. Durch die Modernisierung im Innern bietet es Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten für Behinderte, die in den Elbe-Havel-Werkstätten ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben.

Zwischen Zabakuck und den Ortsteil Güssow befindet sich der Zabakucker See. der durch den seit 1939 stattfindenden gewerbsmäßigen Kiesabbau entstanden ist und seit der 70er Jahre als Badesee genutzt wird. In den Jahren 1992/94 wurde das Gelände um den See zu einem Fremdenverkehrszentrum Zabakucker See" entwickelt. Wege und Straßen wurden ausgebaut, der Campingplatz wurde erweitert, zahlreiche Stellplätze für Wohnmobile kamen hinzu,  die Bungalows wurden modernisiert, neue Sanitäranlagen sowie ein Seerestaurant und ein Café entstanden.

 

Dauercamper
Badesee
Heute bietet das beliebte Naherholungszentrum Badegästen, Urlaubern und Dauercampern
Viele Möglichkeiten zur Entspannung und aktiven Erholung. Die Lage Zabakucks und des Sees direkt am Wald, umgeben von Natur pur, ist ein Garant für Entspannung ohne Alltagshektik. Wer aktiv beim Baden, Rudern, Reiten, Wandern, Fahrradfahren, in der Sauna oder im Tierpark abwechslungsreiche Möglichkeiten.