| VWG Auswahl | Willkommen | Termine | Geschichte | Gewerbe |
Geschichte Mützel
|
Lage des Ortes Am Rande des Fiener Bruchs, nördlich des Zernau-See's malerisch in Eichen- und Kiefernwald, Wiesen- und Ackerflächen eingebettet, liegt das Dörfchen Mützel. Eine wahre Perle des Fiener's, ist es nur 2 km südlich von Genthin gelegen und damit das natürliche Naherholungsgebiet für Genthiner und andere Naturfreunde. Von Genthin aus ist Mützel bequem auf "Schusters Rappen" oder per Fahrrad auf schattigem Radwanderweg, der entlang des Mühlengrabens führt, zu erreichen. Natürlich ist Mützel auch mit dem PKW auf guter Straße zu erreichen. Mützel stellt sich dem Besucher als ein sauberes, langgezogenes Straßendorf vor, daß einen Dorfmittelpunkt mit einer kleinen, aber schönen Fachwerkkirche, mit Dorfplatz und Heimatstube aufzuweisen hat. Die neue Dorfstraße mit gepflegten Vorgärten führt zum Ortsteil Mollberg und kann bis zum"Kiefernwäldchen" viele neue und schöne Eigenheime aufweisen. Mützel hat zusammen mit dem Ortsteil Mollberg 543 Einwohner. (Stand 31.12.1999) |
|
Gründung / urkundliche Ersterwähnung 1754/55 Aus der Gemeindechronik Erst 1754/55 wurde Mützel auf Anordnung König Friedrich 11. von 'Preußen, als Kolonisten-Dorf im Rahmen der Melioration des Fiener Bruchs gegründet. Die Kolonisten bekamen günstige Bedingungen zur Ansiedlung und so standen 1756 schon die ersten 20 einfachen Doppelhäuser. Die Mützeler fanden Arbeit vorrangig als Torfgräber, Torfschiffer und als Landwirte, mit meist einem zweiten Beruf. Die Kirche wurde 1767 von Genthiner Meistem erbaut. Im Zuge der Melioration und des Torfabbaus bei Fienerode und Karow, wurde der Torfschiffahrtskanal angelegt, auf dem der Torf auf speziellen Kähnen vom Abbaufeld durch den Zernau-See über Torfkahnschleusen und Wehre bis nach Genthin transportiert wurde. |
|
|
|
Der Torf wurde weiter über den Plauer Kanal umgeschlagen und versorgte unter anderem Schönebeck / Salzelmen. Nachdem die Braunkohle den Torf vom Markt verdrängte, verlegten sich die Mützeler mehr auf die Landwirtschaft und speziell auf Tierzucht. Es gab bisher viele anerkannte Herdbuchzüchter in Mützel. Bis 1972 hatte Mützel zwei Bockwindmühlen aufzuweisen. Heute steht noch die"Kageler Mühle", leider noch ohne Windmühlenflügel (Ruten). |
|
Wirtschaft / Tourismus / Vereine Mützel wurde durch Torfschiffahrt und Landwirtschaft geprägt und ist es heute noch; obwohl sich im Zuge der polit/ökonomischen Wende eine Veränderung ergeben hat, die erkennbar ist durch erste Schritte zur Selbständigkeit und Hinwendung zum Tourismus. Als Nachfolger der LPG, sind die Mützeler Agrargenossenschaft, die Wiedereinrichter T. Schuldt und R. Müller zu nennen. Weitere Firmengründungen sind der "Montagebau P. Walter' und die Dachdeckerei F. Gutjahr. Der älteste Gewerbebetrieb ist die Gaststätte "Zum Dorfkrug" mit ansprechendem Angebot. Erste hoffnungsvolle Schritte zur touristischen Erschließung Mützels mit seiner idyllischen Lage, mit dem Zernau-See, Eichen- und Kiefernwäldern, Wiesen, Radwander-, Wander- und Reitwegen. Eine Torfkahnschleuse (Sandfurtschleuse) wurde 1995 durch ABM-Kräfte \Meder freigelegt und kann als Zeitzeuge besichtigt v,/erden. Künftig soll im Zusammenvvirken der Vereine unter maßgeblicher Bemühung des "Heimatvereins Mützel e. V." in gemeinsamer Anstrengung aller Einwohner, das Dorf noch schöner und für Gäste attraktiver gestaltet werden. Ein weiterer Schritt dazu erfolgt noch in diesem Jahr, durch das Anlegen eines Heimat- und Naturlehrpfades rund um das Dorf. |
|
|
Aktive Erholung bietet der Reit- und Fahrverein "Unter den Eichen", wo
auch Anfänger die Möglichkeit haben, ein Pferd zu besteigen. Wer möchte,
kann die ländliche Umgebung auch mit Kutsch- und Kremserfahrten genießen.
|
|