VWG Auswahl Willkommen Geschichte Gewerbe

Geschichte Lübars

Die Gemeinde Lübars liegt im östlichen Teil des Jerichower Landes, grenzt östlich an das Bundesland Brandenburg und südlich an den Landkreis Anhalt-Zerbst. Lübars befindet sich in einer Landschaft, die zum Fiener Bruch gehört und an den Fläming angrenzt. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Klein-Lübars, Glienicke und Riesdorf. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Lübars in einer Besitzurkunde des Klosters Leitzkau im Jahre 1187. Der Name des Ortes ist slawischen Ursprungs, gedeutet als Ort an einer Quelle. Im Jahre 1187 lautete der Ortsname Lubas, im Jahre 1219 Lubaz, im Jahre 1329 major Lubas, im Jahre 1365 
Lubars, im Jahre 1372 Ost-Lubars und letztlich im Jahre 1562 Lübars. Seit Anfang des 13. Jahrhunderts wurden die Slawen durch die deutschen Kolonisten verdrängt. Die Kolonisten genossen Vorrechte, waren die Größeren. Deshalb erhielt 
ihr Ort den Namen Groß-Lübars. Die slawische Restbevölkerung hingegen musste Frondienste leisten, waren Leibeigene ohne Rechte. Ihr Ort erhielt den Namen Klein-Lübars.
In der Nähe des Ortsteiles Glienicke verlief die alte Poststraße, die quer durch Deutschland nach Berlin verlief. Hier liegen auch die Heimchensteine - zwei riesige Findlinge, die vermutlich in der Eiszeit vor etwa 200.000 Jahren mit dem Eis aus den skandinavischen Ländern an diesen Ort gekommen sind. Sie haben einen Umfang von 14,50 m bzw. 12,00 m und eine Höhe von 2,50 m. Bis zum Jahre 1855 soll die Kammer zwischen den beiden Steinen zusätzlich durch eine Steinplatte abgedeckt gewesen sein. Damit kann davon ausgegangen werden, dass dort eine vorzeitliche Grab- oder Kultstätte existierte. Bei Grabungen wurden eine Bronzespeerspitze, ein Pflugschar und ein Steinhammer gefunden.