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Geschichte Hohenziatz

Im Staatsarchiv in Marburg liegt das Original einer Urkunde, die die erste nachweisbare Erwähnung einer Ansiedlung mit dem Namen Ziazinavizi enthält. Das Schriftstück stammt aus dem Jahre 992 und beinhaltet offensichtlich ein Tauschgeschäft Otto III. mit dem Abt des Klosters Memleben. Dieses in der Urkunde von 992 festgeschriebene Ziazinavizi wurde mit dem heutigen Lüttgenziatz identifiziert. Die ursprüngliche slawische (wendische) Feldmark Ziatz umfasste das Gebiet der beiden heutigen Orte Hohenziatz und Lüttgenziatz. Die aus dem Slawischen kommende Ortbezeichnung wurde im Laufe der Zeit orthografisch immer wieder verändert. So bestätigte Bischof Balderan von Brandenburg im Jahre 1187 bei den Besitzungen des Klosters Leitzkau auch Zojas und im Jahre 1189 Zoias. Spätere Schreibformen waren im Jahre 1308 Ciaz, im Jahre 1313 Cyias, im Jahre 1390 magna Cizias (mater) für Hohenziatz und parva Xzyas (filia) für Lüttgenziatz, im Jahre 1459 Cyas magna, im Jahre 1533 hohen Zzyaß und 
endlich im Jahre 1562 hoen Ziatz. Aus den damaligen slawischen Ansiedlungen entwickelten sich die typischen Guts- und Bauernsiedlungen des ostelbischen Raumes. Mit seinem Bauerngehöften umgibt Hohenziatz das ehemalige Rittergut Bodenstein. Lüttgenziatz ist durch das Schloss derer von Plotho und den nach dem Krieg entstandenen Kleinbauernhäuser geprägt. Lüttgenziatz besitzt zudem die "kleinste Kirche Deutschlands" und viele Fischteiche.
Sommerfest 2000 in Hohenziatz

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