VWG Auswahl Willkommen Geschichte Gewerbe

Geschichte Vehlitz

Die knapp 400 Einwohner zählende Gemeinde Vehlitz liegt etwa 27 km südöstlich von der Kreisstadt Burg, nahe der Grenze zum Nachbarkreis Anhalt-Zerbst. Charakteristisch für die Gemeinde und für den ostelbischen Raum sind die Rundbogentore der Gehöfte. Die Gemeinde Vehlitz hat einen slawischen Ursprung und wurde im Jahre 995 gegründet. Eng verbunden mit der Geschichte des Ortes sind die Befreiungskriege um 1813. Im Winter 1812/1813 hatten sich die zurückweichenden napoleonischen Truppen hinter die Elbe zurückgezogen und in die Festung Magdeburg verschanzt. Im Frühjahr 1813 drangen sie von dort vor und versuchten Gebiete östlich der Elbe zu besetzen. Dabei kam es am 5. April 1813 im Gebiet zwischen der Stadt Möckern und den Gemeinden Vehlitz, Zeddenick, Wallwitz, Danigkow und Ladeburg zu mehreren Einzelgefechten zwischen den verbündeten peußisch-russischen Truppen unter dem General York von Wartenberg, der in der Konvention von Tauroggen am 30.12.1812 Frieden mit den Russen geschlossen hatte, und den Franzosen. Besonders umkämpft waren Dannigkow und der sumpfige Ehleübergang vor Vehlitz. Die zahlenmäßig überlegenen Franzosen wurden geschlagen und zogen sich nach Magdeburg zurück. Das war der erste Sieg im Jahre 1813 auf deutschem Boden und gewissermaßen der Auftakt der Kämpfe, die in der Völkerschlacht am 16.10.1813 bei Leipzig und damit der Befreiung ihr Ende fanden.

Noch heute erinnert das in Richtung Möckern stehende Denkmal an die dort um 1813 tobenden Befreiungskiege.