Gommern ist eine über 1000-jährige Kleinstadt mit rund
7.000 Einwohnern. Die Stadt entstand aus einer slawischen Siedlung mit Wallburg,
die auf einem aufgeschütteten Hügel im Ehletal angelegt wurde. Die Wasserburg
existiert heute noch. Der Bergfried, der nach dem Aufsetzen einer Haube im Jahre
1529 "Zwiebelturm" genannt wurde, gilt als Wahrzeichen von Gommern. Erstmals
erwähnt wurde die Stadt als "guntmiri" in einer Urkunde aus dem Jahre 948.
Vom Jahre 1269 bis 1808 war Gommern in sächsischer Herrschaft. Von 1808
bis 1813 gehörte die Stadt zu Westfalen und war ein Kanton im Königreich
Westfalen. Nach den Befreiungskriegen, deren erstes siegreiche Gefecht für
Preußen im Jahre 1813 nahe der Stadt Gommern stattfand, musste Sachsen das Amt
Gommern an die Preußen abgeben. Im 19. Jahrhundert setzte die Industrialisierung
ein. Trotzdem behielt die Stadt bis nach dem zweiten Weltkrieg den
Charakter
eines "Ackerbürgerstädtchens". Das bedeutendste historische und architektonische
Denkmal ist die Wasserburg Gommern. Noch immer ist sie von einer geschlossenen
Ringmauer und einem zusammenhängenden Burggraben umgeben. |