Festwoche - 100 Jahre Altenplathower Kirche
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Freitag, 18. Juni 2004 |
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| 19.00 Uhr | Auftaktkonzert zum 100-Jahre-Fest,
Magdeburger Vokalisten und Polizeimusikkorps mit Melodien 1904 bis 2004,
Ausstellungseröffnung zur Chronik 1904 bis 2004, Geselliges
Beisammensein. Ende ca. 20.00 Uhr.
Polizei Big-Band |
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Samstag, 19. Juni 2004 |
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| 12.00 Uhr | Begrüßung der Partnergemeinde aus Wabern |
| 15.00 Uhr | Rundreise im Kirchspiel Altenplathow |
| 19.00 Uhr | Orgelkonzert mit Cornelia Frenkel |
| 20.00 Uhr | Geselliges Beisammensein Tombola |
| 23.00 Uhr | Ende |
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Sonntag, 20. Juni 2004 |
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| 10.00 Uhr | Gottesdienst |
| 12.00 Uhr | Mittagessen, Blasmusik |
| 14.00 Uhr | In der Chronik geblättert. Anekdoten, anschließend Kaffeetafel, Kinderfest, Verabschiedung Partnergemeinde |
| 18.00 Uhr | Ende |
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Mittwoch, 23. Juni 2004 |
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| 19.00 Uhr | Kirchengemeinde im Wandel der Zeit, Podiumsdiskussion in der Kirche, anschließend offenes Gespräch |
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Freitag, 25. Juni 2004 |
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| 18.00 Uhr | Festgottesdienst: Predigt Bischof Noack |
| 19.30 Uhr | Orgel und Licht F.Thomas, Bergen, anschließend gemütliches Beisammensein. |
| 22.00 Uhr | Ende |
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Samstag, 26. Juni 2004 |
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| 10.00 Uhr | Kirchenführungen und Vorträge |
| 10.00 Uhr | Kreativstrasse |
| 14.00 Uhr | Chorkonzert, Polizeiorchester Braunschweig, Polizeiorchester Magdeburg |
| 15.30 Uhr | Kinderfest, Spielaktion "Zaubergarten" und "Pinoccio" |
| 16.00 Uhr | Klietznicker Dorfspatzen auf dem Festplatz,
Kaffeetafel, Tombola |
| 20.00 Uhr | Gartenfest |
| 24.00 Uhr | Nachtwächter |
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Sonntag, 27. Juni 2004 |
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| 10.00 Uhr | Chormusik heimischer Chöre und Wiederholung "In der Chronik geblättert". Ausklang mit Kirchenfrühstück, Tombola |
| 15.00 Uhr | Ende |
| Die gastronomische Betreuung übernimmt an allen Tage das Restaurant "Alte Gemeinde" aus Parey | |
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Als im Jahr 1902 bis 1904 die neue Kirche gebaut wurde, war ihr romanischer
Vorgängerbau so baufällig, dass eine Instandsetzung oder sogar eine Erweiterung
den damals Verantwortlichen als nicht machbar erschien. Die Entscheidung zum,
Neubau fiel im, Jahr 1899. So wurde die Kirche dem Zeitgeschmack am Ende des
Kaiserreiches entsprechend gestaltet historisierend im neoromanischen Stil mit
einer durch den Jugendstil geprägten Innengestaltung
Im Mai 1904 wurde als erstes die mechanische Kirchturmuhr eingebaut 1C0 Jahre
zeigt sie nun den Menschen,in Altenplathow die Zeit, zur halben und zur vollen
Stunde schlägt sie an. Den Lauf der Zeit könnte diese Uhr beschreiben, könnte
sie sprechen. Stellvertretend nun eine Zusammenfassung des zurückliegenden
Jahrhunderts: - Beim Abbruch der alten Kirche entdeckte man die Grabplatte des
Hermann Plote, dem Ahnherrn der Familie von Plotho, der auch diesem Ort den
Namen gab. Sie ist auf das Jahr 1170 datiert. 1171 wurde der damalige Nachbarort
Genthin vom Sohn des Hermann gegründet. Die Grabplatte stand zunächst nach 1905
im Freien ,an den Resten der alten Kirche, dann bis 1991 in der Nische unter der
Seitenempore, mit Einbau der Winterkirche im Winter 92/93 zog sie um in die
ehemalige Sakristei, die heute als Plotho-Stube gestaltet ist. Die heute dort
ausgestellten Tafeln wurden von Freiherr Gebhard von Plotho gestiftet. ,
Im Jahr 1904 wurden aus der alten Kirche einige Kirchenbänke und die alte Orgel,
einige Ausstattungsstücke sowie die Glocke von 1554, die in diesem Jahr 450
Jahre alt wird und unversehrt weiter ihren Dienst tut, mitgebracht. Die alte
Orgel war drei Jahrzehnte später so defekt, dass man einen Ersatz suchte, aus
Geldmangel eine gebrauchte Orgel. Diese neue Orgel kam 1942 nach Altenplathow,
ihr ursprünglicher Standort war Bitche in Frankreich. Es handelt sich um eine
pneumatische Orgel des deutschfranzösischen Orgelbauers Frederic Haerpfer,
gebaut für eine Klosterkapelle in Bitche im Jahre, 1935 unter Verwendung älterer
Teile.
In den letzten Kriegstagen des 2. Weltkrieges bekam die Kirche noch einige
Schrammen, eine, Granate schlug unterhalb der Decke ein und riss viele kleinere
Löcher in den Putz der gegenüberliegenden Wand. Nur noch wenige Löcher sind als
mahnende Zeitzeugen geblieben. Während der DDR-Zeit war es lediglich möglich,
mit beschaffbaren Materialien auszubessern, mancher Versuch ging daneben, wie
zum Beispiel die Dachreparatur. Feuchteschäden sind die noch immer sichtbare
Folge.
Nach der Wende begann für die Kirche und das Umfeld das Jahrzehnt der
Erneuerung, wie es mal in der Zeitung überschrieben war. Viele Stunden
freiwilliger Leistungen, große Anstrengungen bei der Beschaffung von Zuschüssen,
Spenden und Eigenmitteln machten es möglich, dass die Kirche in dem heutigen
Zustand ist. Der Förderverein hat dafür in verschiedenster Weise gearbeitet, Wo
wurde zum Beispiel die Winterkirche mit Ausnahme der nach eigenen Entwürfen
industriell gefertigten Wandelemente komplett in Eigenleistung errichtet. Auch
der kleine Altar wurde nach einem eigenen Entwurf von einer Firma in Herrenhut
gefertigt. Insgesamt kommen seit 1992 Hunderte von Stunden zusammen" in denen
das Ziel, die Wiederherstellung der Kirche, verfolgt wurde. Ohne diesen Einsatz
wäre' die Kirche ,nicht in den Genuss der Fördermittel vom Land, und der Stadt
gekommen, die hier erst vieles ermöglicht haben.
Die Turmzier konnte durch eine Spendenaktion der Familie von Plotho restauriert-
werden und wurde am Reforrnationstag 1994 aufgesetzt. Das Dach wurde wieder in
Schiefer gedeckt, die Fenster abgedichtet, Außenwände saniert, die Winterkirche
unter der Seitenempore eingebaut, die komplette Elektroanlage auf den neuesten
Stand gebracht und die Orgel restauriert. Im Jahre 1999 wurde das Geläut wieder
auf drei klingende Glocken erweitert, es war der dritte Anlauf im 20.
Jahrhundert, denn zweimal wurden je zwei Glocken zur Produktion von Waffen in
den beiden Krieg ,gen eingeschmolzen. Die beiden neuen Glocken tragen die
Inschrift, "Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder".
Im Jahre 2001 wurden die grundsätzlichen Vorarbeiten zur Restaurierung der
Innenausmalung vorgenommen , in diesem Jahr wurden die Bleiglasfenster
untersucht und Konzepte zur Restaurierung vorgelegt. Beide Projekte sollen nach
Möglichkeit in unmittelbarem Zusammenhang realisiert werden, um so den insgesamt
stimmigen Gesamteindruck der Kirche wieder zu vermitteln. Einen ersten Eindruck
der Restaurierung vermitteln die Probeflächen an der rechten Basis des
Triumphbogens und in einem Feld in der Holztonne. Viel wurde bewegt, etliches
ist noch zu tun. So wird nun das Jubiläum "100 Jahre Neue Kirche Altenplathow"
gefeiert, das seit gut zwei Jahren vom Festausschuss vorbereitet wurde. In
diesem Ausschuss arbeiten Mitglieder des Gemeindekirchenrates und des
Fördervereins zusammen, erstellten eine Chronik der letzten 100 Jahre. Viele
Konzerte und allerlei Erheiterndes sollen zu diesem Jubiläum Menschen aus nah
und fern zum Verweilen in und an der Kirche einladen.
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