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Geschichte Wüstenjerichow

Das ehemalige Rittergut am Jerichowe Spring, der sich in den Gloiner Bach ergießt, 13 km von Loburg in anmutiger Gegend, zählt 
heute etwa 140 Einwohner. Der Ort Wüstenjerichow trug in seiner Geschichte mehrere Namen. So zum Beispiel Gargowe, Garchow, Garcho und Gerco. Die Abstammung ist slawisch. Der Ort wird im Jahre 1285 ermals urkundlich erwähnt. Aus dieser 
Zeit findet sich eine Grenzbestimmung der Galmer Flur, deren alter Name heute gänzlich unbekannt und auch nicht auf der Flurkarte zu finden ist. Im Jahre 1296 schenkte Herzog Heinrich von Braunschweig dem Kloster Jerichow 14 aus der Erbschaft seines Vaters erhaltene Hufen im Dorfe Golme mit allem Zubehör. Am 24. August 1298 verkaufte schließlich Johann von Plotho dem Kloster das Dorf Golme mit allem Zubehör, steuer-, dienst- und bedefrei für 65 Mark. Der Ort wird erst wieder um 1440 im Deichrecht von Plotho erwähnt. Das auf der wüsten Flur angelegte Vorwerk des Amtes Jerichow hatte im Jahre 1782 auf 7 Feuerstellen 37 
Einwohner. Im Jahre 1840 war auch eine Schäferei und eine Försterei vorhanden. Der Gutsbesitz Galm liegt wahrscheinlich auf der alten Dorfstelle. Die Bezeichnung Wüstenjerichow bürgerte sich seit dem Jahre 1459 ein. Auch die Familie von Wulffen hatte Teile des Ortes und der Umgebung in ihrem Besitz. Unmittelbar südlich von Wüstenjerichow liegt die Backofenbreite. Ein Beweis, dass 
der alte Ort an der jetzigen Stelle des Rittergutes gelegen hat.

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