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Geschichte Reesdorf

Die Gemeinde Reesdorf liegt direkt an der BAB 2 Berlin-Hannover, im Landschaftschutzgebiet "Möckern-Magdeburgerforth". In einer Klageschrift und Schadensrechnung des Erzbischofs Günther gegen den Kurfürsten Friedrich von Brandenburg vom 26. Mai 1420 wird u. a. vermerkt, dass im Jahre 1409 vor "Rastorffe" 5 Pferde, 11 Schock wert, und am 28. März 1419 5 Pferde und 6 Schock wert weggenommen wurden. Daraus lässt sich ableiten, dass das Dorf zu dieser Zeit zu Magdeburg gehörte und Reesdorf eine stattliche Größe gehabt haben muss. Der erste Besitzer soll ein Herr "von Ress" gewesen sein. Im Jahre 1450 erscheint der Ort in einem Lehnbuch. Die beiden Herren Eddert und Jurge von Bardeleben erhielten u. a. eine Dorfstätte "Rigestorpp" zu Lehen. Zu dieser Zeit scheint der Ort zerstört worden zu sein, denn nach der Matrikel des Jahres 1459 ist "Rhstorph deserta" (Rehstorp), zum Probsteinbezirk Ziesar im Bistum Brandenburg gehörig. "Deserta heißt soviel wie "Wüst". Es wird angenommen, dass Reesdorf vor der Zerstörung ein ganz ansehnliches Dorf mit eigener Kirche und vielleicht sogar selbständiger Pfarre gewesen sein muss.

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