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Geschichte Zerben
| Die Gemeinde Zerben liegt im Jerichower Land am
Elbe-Havel-Kanal. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte Ende des 14. Jahrhunderts. Vor- und frühgeschichtliche Funde belegen aber, dass die Ortslage bereits seit dem Neolithikum besiedelt war. Die Geschichte von Zerben ist eng mit dem Geschlecht derer von Plotho aus Parey verbunden. Im Jahre 1383 werden die von Plotho vom Erzbischof Albrecht IV. mit "villam Czerwen" belehnt. In der Folgezeit entwickelte sich der Ort weiter. In den Jahren 1562 bis 1564 soll es 20 Hauswirte, 2 Herrenhöfe, ein Rittergut und ein Schloss derer von Plotho gegeben haben. Ab dem Jahre 1583 gehörte Zerben genauso wie Reesen, Penningsdorf und das Rittergut Güsen eigentümlich zur flanderschen Linie derer von Plotho in Engelmünster. Im Dreißigjährigen Krieg blieb auch Zerben nicht veschont. In einer Akte ist ersichtlich, dass im Jahre 1657 von den 22 Häusern noch immer 2 unbewohnt sind, und 9 als wüst bezeichnet werden. Das Schloss brannte ab, die Kirche und der Freyherrliche Hof galten als beschädigt. Anfang des 18. Jahrhunderts entstand westlich des Dorfes das Vorwerk "Haberland". Im Jahre 1743 wurde eine zweite Kirche in Zerben erbaut. Als im Jahre 1839 der letzte Besitzer derer von Plotho in Engelmünster kinderlos verstarb, kam Zerben als Mannlehen zur Räckendorfer Linie derer von Plotho. Nach dem Jahre 1847 erbaute man zunächst ein einfaches Fachwerkherrenhaus, das dann im Jahre 1877 schlossartig umgebaut wurde. Eng mit Zerben ist auch die Freiin Elisabeth v. Plotho verbunden, die im Jahre 1853 in Zerben geboren wurde und im Jahre 1873 Armand v. Ardenne heiratete. Sie war es, die Theodor Fontane den Stoff für seine Geschichte "Effi Briest" lieferte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde in der Gemarkung noch eine Ziegelei und später ein Tonwerk errichtet. |
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