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Geschichte Parey

Die Gemeinde Parey liegt im Urstromtal der Elbe und ist neben Biederitz die zweitgrößte Gemeinde im Landkreis Jerichower Land. Anlässlich der Gründung des Bistums Havelberg im Jahre 948 schenkte Otto I. dem Bischof die Hälfte des Waldes "porei" mit den darin befindlichen und zu erbauenden Dörfern. Seit frühester Zeit war dieses Gebiet Besitz derer von Plotho. Parey wurde als Marktflecken bezeichnet. Die Pareyer Kirche, für die am 4. März 1698 der Grundstein gelegt und die am 15. Oktober 1699 eingeweiht wurde, ist die dritte in der Ortsgeschichte. Die industrielle Entwicklung in Parey begann neben der 
vorhandenen Landwirtschaft mit der Verarbeitung der Tonvorkommen durch mehrere Ziegeleien, die sich an dem Ihle-Kanal ansiedelten. Gleichzeitig mit dem industriellen Aufschwung entwickelte sich ein breites Spektrum von Gewerbe und ergänzte die Fischereibetriebe und die Schifffahrt, die Parey weit über die Landesgrenzen bekannt machte.

Die Paltrockwindmühle Parey, die am 01.05.1983 durch einen Blitzschlag völlig niederbrannnte und in mühevoller Kleinarbeit originalgetreu wieder aufgebaut wurde, steht auf einer kleinen Anhöhe am Naherholungsgebiet "Alte Elbe" westlich von Parey.

Vom neugestaltete Hessens Berg in Parey zeigt sich auf der Anhöhe die Kirche, die 1698 als schlichter barocker Putzbau in Form eines Längsrechteckes mit quadratischem Turm und polygonalem Ostabschluss errichtet wurde.