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Geschichte Parchau

Die Gemeinde Parchau liegt in einer herrlichen Landschaft nahe der Elbe. Die Entfernung bis zur Kreisstadt des Jerichower Landes beträgt etwa 5 km. In der Havelschen Mark, zwischen Elbe-Havel-Kanal und Elbe, wird der Ort Parchau erstmalig im Jahre 1188 in einer Besitzurkunde des Stiftes St. Nikolai zu Magdeburg erwähnt. Schon drei Jahre später kauft das Kloster Berge zu Magdeburg dem Erzbischof Wichmann das Dorf ab. Zahlreiche weitere Beistzerwechsel folgten. Der Parchauer See wurde erstmals im Jahre 1328 in einer Urkunde erwähnt. In den vergangenen Jahrhunderten bildeten Fischfang und Landwirtschaft die Lebensgrundlagen der Einwohner. Besonders nach dem Dreißigjährigen Krieg erfuhr das Handwerk einen Aufschwung. So siedelten sich Müller, Sattler, Kohlenhändler, Fleischer, Tischler, Stellmacher, Bäcker, Gastwirte und Schmiedemeister in Parchau an. Nach den Steinischen Reformen in Preußen (Edikt vom 9. Oktober 1807) war es Bürgern und Bauern erlaubt, adlige Grundstücke zu erwerben. Für 32.000 Taler wurde das Rittergut im Jahre 1815 aufgekauft. Mit dem dazugehörigen Kirchenpatronat, dem Fischerei- und Jagdrecht sowie der örtlichen Gerichtsbarkeit bekamen die Bewohner günstige Voraussetzungen für die Zukunft. Die im Jahre 1897 eingeweihte Kirche ist mit ihrem 48 Meter hohen Turm weithin sichtbar.

Der erstmals im Jahre 1328 urkundlich erwähnte Parchauer See ist wegen seiner ruhigen idyllischen Umgebung ein beliebtes Ausflugsziel.