| Die Gemeinde Menz liegt Luftlinie etwa 8 km südöstlich von
Magdeburg, am östlichen Rand des Urstromtales der Elbe. Eine auffallende
topografische Besonderheit ist die Düne in der Ortmitte, auf der sich die
Kirche befindet. Hufeisenförmig um den Kirchberg wurde der Ort wie eine
Halbinsel in die tiefe Elbebucht angelegt. Das Dorf Menz wurde im Jahre 1207 mit
dem slawischen Namen Mentitz erstmals urkundlich erwähnt. Bereits im Jahre 1275
wurde auch die auf der Düne erbaute Kirche genannt. Im Gegensatz zu den meisten
ostelbischen Orten gab es in Menz keinen Herrensitz. Man kann also davon
ausgehen, dass die heutige hufeisenförmige Dorflage bereits seit 800 Jahren
besteht. Aus der Tatsache, dass die Kirche im 16.Jahrhundert erweitert wurde,
ist zu schließen, dass die Zahl der Bewohner zu dieser Zeit gestiegen war. Das
Patronat über die Kirche hatten die Besitzer des Rittergutes Königsborn, das
durch die Reformation aus klösterlichem in adligen Besitz überging. Im Jahre 1782
wohnten in Menz 14 Ackersleute, 6 Kossaten und 2 Kolonisten. Sie waren dem
Gutsherrn zu Hand- und Spanndiensten verpflichtet. |