Aktuelle Informationen zum Hochwasser in Sachsen-Anhalt

Aktuelle Pegestände


Pegelstände Elbe Gesamt
Pegelstand Barby
Pegelstand Magdeburg Rothensee
Pegelstand Strombrücke

Stand 11.Januar 09.00 Uhr

Scheitel passiert Magdeburg
Unterdessen hat der langgezogene Hochwasserscheitel der Elbe in der Nacht zu Freitag Magdeburg erreicht. Wie der Landesbetrieb für Hochwasserschutz mitteilte, wurde ein Wasserstand von 5,84 Metern gemessen. Das Hochwasser werde aber nur sehr langsam zurückgehen. In den Morgenstunden passierte der Scheitel die Region Niegripp im Kreis Jerichower Land. Der Pegelstand der Elbe in Magdeburg lag am Morgen bei 5,83 Metern. Normal ist eine Höhe von 2 Metern. Höchststand bei der Augustflut waren 6,70 Meter.


Stand 08.Januar 11.00 Uhr

Die Pegel der Elbe und der Havel steigen weiter 
Für die Elbe in Magdeburg wird der Scheitelpunkt der Flut für Donnerstag mit einer Höhe von 5,60 Meter erwartet. Am Pegel Barby wurde inzwischen der Richtwert für die zweithöchste Alarmstufe erreicht. In den Landkreisen Anhalt-Zerbst und Köthen gilt sie bereits seit Montagabend. In Havelberg steigt das Wasser der Havel allmählich an, ohne dass die Behörden jedoch mit größeren Schäden rechnen. An den anderen Pegeln von Saale, Unstrut, Schwarze Elster und Mulde sanken die Wasserstände oder blieben konstant. 


Stand 07.Januar 10.00 Uhr

Entspannung trotz steigender Pegel
Trotz einiger steigender Wasserstände an der Elbe hat sich die Hochwasserlage in Sachsen-Anhalt nicht weiter zugespitzt. Ein Sprecher des Lagezentrums in Magdeburg sagte am Dienstagmorgen, die Lage habe sich insgesamt sogar entspannt. In Halle ging der Saale-Pegel inzwischen auf 6,58 Meter zurück. Das waren sechs Zentimeter weniger als am Montagabend. Die höchste Alarmstufe 4 gilt aber weiter. Ein Sprecher der Stadt erklärte, der hohe Wasserpegel werde mehrere Tage bestehen bleiben und wohl erst am Donnerstag fallen. Entwarnung könne erst gegeben werden, wenn er unter die kritische Marke von 6,30 Metern sinkt. 
Elbe und Havel steigen weiter 
Für die Elbe in Magdeburg wird der Scheitelpunkt der Flut für Donnerstag mit einer Höhe von 5,60 Meter erwartet. Am Pegel Barby wurde in der Nacht zum Dienstag der Richtwert für die Alarmstufe 3 erreicht. In den Landkreisen Anhalt-Zerbst und Köthen gilt sie bereits seit Montagabend. In Havelberg steigt das Wasser der Havel allmählich an, ohne dass die Behörden jedoch mit größeren Schäden rechnen. An den anderen Pegeln von Saale, Unstrut, Schwarze Elster und Mulde sanken die Wasserstände oder blieben konstant. 


Stand 06.Januar 15.00 Uhr

Die wohl beste Nachricht heute aus Halle: Die Saale ist nicht weiter gestiegen, der Pegel stagniert seit dem Mittag bei 6,68 Meter. Leichtes Aufatmen auch in Dessau. Zumindest der Wasserstand der Mulde ging um zehn Zentimeter zurück, seit dem Morgen gilt hier nur noch Warnstufe 1. Aber: der Pegel der Elbe kletterte weiter und soll morgen 6,10 Meter erreichen. Im Norden des Landes wird das Hochwasser im Laufe der Woche ankommen. Nach Angaben der Behörden sind aber alle Deiche sicher, die akuten Gefahrenstellen wurden beseitigt.

Stand 06.Januar 8.00 Uhr

Der Pegel der Elbe immer immer weiter. Voraussichtlich morgen wird in Magdeburg die Hochwasser- Alarmstufe 3 ausgerufen. Es gebe aber keinen Grund zur Besorgnis, hieß es aus der Stadtverwaltung, auch hier sei die Lage unter Kontrolle. 

Für die Elbe bleiben die Pegel-Prognosen für die nächsten Tage unverändert, am Dienstag werden am Pegel Barby sechs Meter erwartet, bis Donnerstag wird die Elbe nochmals 20 Zentimeter steigen. „Mit diesen Prognosen bleiben wir gut einen Meter unter den Wasserständen im August letzten Jahres“, so Holger Platz. „Nach dem Ziehen des Pretziener Wehres besteht für Magdeburg von Seiten der Elbe kaum Gefahr.“ Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz kontrolliert die Deiche und Siele. In Magdeburg stehen Deichwachen in Bereitschaft. „Die Situation an den Deichen der Elbe und des Umflutgeländes ist unkritisch, lediglich im Bereich Pechau hatten sich heute größere Eismengen zusammengeschoben und wasserseitig am Deich festgesetzt“, berichtet der Leiter des Einsatzstabes. „Die Feuerwehr und Spezialkräfte sind dabei, das Eis zu zerkleinern, damit es mit dem Wasser abfließen kann.“

Auch an den Nebenflüssen beginnt sich die Lage zu entspannen. Die Sülze sinkt langsam, im Bereich der Furtlake ist das Wasser seit gestern um gut 50 cm zurück gegangen. Feuerwehr und THW sind dort weiterhin mit Pumptechnik im Einsatz, um das Wasser aus der Furtlake abzupumpen. 


Stand 05.Januar 18.00 Uhr

"Die Situation ist weiterhin angespannt, aber stabil."

Der gestern einberufene Stab für besondere Ereignisse der Landeshauptstadt hat in seiner heutigen Beratung die Hochwasser-Situation in Magdeburg als weiterhin kritisch, aber stabil eingeschätzt. Wegen des weiter steigenden Elbe-Pegels werden ab kommenden Montag Deichwachen eingesetzt. 

Leicht entspannt hat sich die Situation im Magdeburger Süden. Das Hochwasser der Sülze ist gegenüber dem Vortag um ca. 60 Zentimeter zurück gegangen. Die Lage entlang der Schrote ist unkritisch, das Wasser fließt ab. Die Durchlässe werden regelmäßig kontrolliert und Treibgut entfernt. Im Auffangbecken Diesdorf waren heute noch ca. 1,60 Meter Luft, so dass die Aufnahmekapazitäten dort bisher nicht erschöpft sind. 

Kritisch bleibt die Situation im Bereich der Furtlake. Dort ist das Wasser gegenüber gestern – trotz ständigen Abpumpens – um 30 cm gestiegen. Feuerwehr, SWM und THW pumpen derzeit mit drei Hochleistungspumpen bis zu 1500 m³ Wasser pro Stunde ab. Wegen der Öffnung des Pretziener Wehres musste allerdings das Steingrabensiel geschlossen werden. Feuerwehr, SWM und THW werden das Wasser weiterhin abpumpen, um die Situation entlang der Furtlake zu stabilisieren. 

Aufgrund der anhaltend wechselhaften Witterung bittet der Leiter des Sonderstabes, Holger Platz, Hausbesitzer und Kleingärtner nochmals, ihr Eigentum zu sichern.
Darüber hinaus richtet die Stadt Ausweichquartiere ein für Bürger, deren Häuser vom Wasser bedroht wird. Betroffene finden unter der Telefonnummer 5 40 10 Hilfe. 


Stand 04. Januar 14.00 Uhr :

Um die Städte Magdeburg und Schönebeck vor Hochwasser zu schützen, wird derzeit das Pretziener Wehr geöffnet. Das Wehr leitet rund 30 Prozent des Elbewassers um die Städte. Wie lange das Wehr geöffnet bleiben soll, ist noch unklar. Der Wasserstand der Elbe bei Magdeburg könne nach Berechnung der Experten bis Mittwoch oder Donnerstag auf sechs Meter steigen. Während des Hochwassers im letzten Sommer zeigte der Elbepegel in Magdeburg 6,70 Meter. Normal sind rund 2,00 Meter.

In der Altmark wurde Vorsorge gegen Überschwemmungen getroffen. Die Jeetze in Salzwedel soll am Vormittag ihren Scheitelpunkt erreichen. Ihr Wasserstand ist inzwischen höher als beim Jahrhunderthochwasser im vergangenen Sommer.
Im Magdeburger Innenministerium wurde vorsorglich ein "Vorbereitungsstab Hochwasser" einberufen. Im Katastrophenfall sollen die Maßnahmen hier koordiniert werden. Aber noch gebe es nirgendwo Katastrophenalarm, betonte der Sprecher des Ministeriums, Kuppe.
Hoffnung auf weitere Entspannung machen die Vorhersagen der Meteorologen. Der Regen soll im Laufe des Tages von Norden her zunehmend in Schnee übergehen. Die einsetzende Frostperiode könnte nach Meinung der Wetterexperten länger anhalten.

Ein ganz anderes Problem haben die Behörden in Schönebeck. Das Wasser, das aus den voll gelaufenen Kellern abgepumpt wird, führt zu einem Rückstau in der Kanalisation. Die Stadt hat deshalb alle Bürger aufgefordert, es auf anliegende Felder und Wiesen zu pumpen. Damit würde das Problem aber nicht gelöst, das viele Wasser kam nämlich von eben diesen Feldern und Wiesen und würde von dort auch wieder in die Häuser zurück fließen.


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